Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel besucht Forstbetrieb Nordhalben

(von r.n.l.) Forstbetriebsleiter Fritz Maier, Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel, Stellvertretender Forstbetriebsleiter Gerhard Müller (Foto: BaySF).

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24. Februar 2020, Nordhalben - Der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten, MdL Martin Schöffel, hat die aktuell schwierige Lage in der Forstwirtschaft zum Anlass genommen für einen informellen Besuch am Forstbetrieb Nordhalben. Bei dem Gespräch mit Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Stellvertreter Gerhard Müller wurden die Herausforderungen für den Staatswald und die Bayerischen Staatsforsten aus dem Klimawandel ebenso thematisiert wie die schwierige Holzmarktlage und der große, fachkundige Einsatz der Beschäftigten für den Staatswald.

Am Forstbetrieb Nordhalben informierte sich bei einem persönlichen Besuch der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten, MdL Martin Schöffel, über die aktuelle Waldschutz-Situation nach den Trockenjahren 2018 und 2019 sowie nach den aktuellen Stürmen im Februar 2020. Der Beirat der Bayerischen Staatsforsten besteht aus 22 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Er berät den Aufsichtsrat und vermittelt gesellschaftliche Anliegen.

Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Stellvertreter Gerhard Müller konnten berichten, dass die aktuellen Stürme im Staatswald des Forstbetriebs weniger Schäden angerichtet haben als befürchtet. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen und werden die geringen Sturmholzmengen im Rahmen unserer sowieso geplanten Jahresmengenaufarbeiten und zu den Holzkunden bringen" so Betriebsleiter Fritz Maier. Die nach Frostnächten wegen abfallender Rinde neu entdeckten Fichten mit Borkenkäferbefall werden zügig aufgearbeitet und baldmöglich aus dem Wald abtransportiert.

Gerhard Müller berichtete über zwei große Holzlagerplätze außerhalb des Waldes in den Landkreisen Kulmbach und Hof, auf denen der Forstbetrieb Borkenkäferfichten gelagert hat. Diese Zwischenlagerung durch die Bayerischen Staatsforsten entlastete im vergangenen Jahr den Holzmarkt. Jetzt fließt das Holz zu Sägewerken in der Region ab und die Lagerplätze leeren sich.

In Kürze werden die Waldarbeiter des Forstbetriebs mit der Pflanzung von Buchen, Eichen, Linden, Hainbuchen, Tannen und Douglasien sowie selteneren Baumarten wie Spitzahorn, Wildbirne oder Elsbeere neue, gemischte Wälder der Zukunft anlegen, die mit der erwarteten Erwärmung und Trockenheit besser zurecht kommen als die jetzigen, fichtengeprägten Wälder im Forstbetrieb. Insgesamt 47 ha Klimawald werden in diesem Geschäftsjahr am Forstbetrieb Nordhalben neu gesät und gepflanzt.

Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel bedankte sich abschließend für den großen Einsatz der Beschäftigten der BaySF und stellte fest: "Die Zeiten für die Forstwirtschaft sind herausfordernd. Trotzdem können wir mit unserem nachwachsenden, hervorragenden Rohstoff Holz aus gemischten Wäldern optimistisch in die Zukunft schauen".

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