Sicherheit an erster Stelle: Baumfällungen im Steinachtal

Bei der Verkehrssicherungsmaßnahme: Ein Harvester fällt gefährdende Bäume an der Steinachtalstraße (Foto: BaySF).

Download

Im Steinachtal bei Stadtsteinach muss der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten zur Zeit abgestorbene sowie kranke Fichten, Buchen und Eschen fällen lassen. Trockenheit, Borkenkäfer und Pilzbefall haben diese Bäume so stark geschädigt, dass herabfallende dürre Äste oder abgestorbene Bäume Wanderer sowie Rad- und Autofahrer auf der Gemeindeverbindungsstraße im Steinachtal gefährden könnten. Die Straße muss deshalb zeitweise gesperrt werden. Der Erholungsverkehr ist durch die Arbeiten nur eingeschränkt möglich.

16. März 2020, Stadtsteinach/Nordhalben - Die Wälder im Bereich von Stadtsteinach haben in den vergangenen beiden Jahren besonders unter der Trockenheit und dem Befall durch Borkenkäfer gelitten. Von dieser Entwicklung ist auch das idyllische Steinachtal bei Stadtsteinach nicht verschont geblieben. Auf beiden Seiten dieses Tals gibt es durch die Trockenheit und durch Borkenkäferbefall abgestorbene Fichten sowie Buchen, deren Baumkronen z.T. dürre Äste aufweisen. Eine zusätzliche Gefahr stellen Eschen dar, die durch das Eschentriebsterben stark geschädigt wurden oder schon abgestorben sind.

"Die Schäden an unseren Waldbäumen stellen v.a. im Steinachtal eine große Herausforderung für uns dar" betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier. "Wir müssen die Sicherheit entlang der Gemeindeverbindungsstraße ebenso berücksichtigen wie die Naturschutzanliegen im europäischen Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet Steinachtal und im Naturwaldreservat Kühberg". Es werden Fichten, Eschen und Buchen gefällt, die eine Gefahr für die Nutzer der Straße darstellen könnten. "Wegen der dürren Baumkronen an den Laubbäumen wird die Fällung überwiegend mit Harvester durchgeführt, damit die Arbeitssicherheit für unsere Waldarbeiter gewährleistet werden kann und sie nicht durch herabfallende Dürräste gefährdet werden " so Betriebsleiter Fritz Maier.

"Im Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet Steinachtal sind naturnahe Abläufe besonders wichtig. Wir werden deshalb einige Laubbäume nicht komplett fällen, sondern Baumstümpfe stehen lassen, die in Zukunft als Lebensraum für Spechte, Pilze und Käfer zur Verfügung stehen. Außerdem wird ein Teil der gefällten Stämme und Äste als liegendes Totholz einen Beitrag zum Naturschutz im Steinachtal leisten", erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

Nach Abschluss der notwendigen Fällungsmaßnahmen werden die Steinachtalstraße und die Wanderwege wieder instandgesetzt.

Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten bittet die Besucher und Anwohner des Steinachtals um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.

Zurück