Der Frankenwald - eine Region, die viel zu bieten hat
Der Frankenwald lädt zum Wandern, Erleben und Genießen ein – eine Region voller Ruhe, Natur und überraschender Vielfalt. Zwischen dichten Wäldern, klaren Bächen, weiten Ausblicken und historischen Orten gibt es jede Menge zu entdecken. Ob gemütlicher Spaziergang, anspruchsvolle Wanderung, Familienausflug oder Genussmoment in der Natur: Der Frankenwald ist reich an besonderen Ausflugszielen. Einige davon haben wir für Sie zusammengestellt.
Klein Eden – Tropenhaus am Rennsteig
Ziel des Projektes ist es, intelligente ökologische Kreisläufe und nachhaltige Wirtschaft für Erwachsene, Jugendliche und Kinder im bayerisch/tschechischen Grenzraum erlebbar zu machen. Denn nur wer die Zusammenhänge und Wechselwirkungen der einzelnen Umweltbereiche begreift, kann Verantwortungsgefühl entwickeln für das Fortbestehen einer gesunden Natur.
Für Schulklassen entsteht ein deutsch‐tschechisches Umweltbildungsangebot, um bereits Kinder und Jugendliche für ihre Umwelt zu sensibilisieren.
Mit dem Projektpartner Universität Bayreuth/Ökologisch Botanischer Garten sollen Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt laufend an naturwissenschaftliche Leistungskurse der gymnasialen Oberstufen aus Bayern und Tschechien kommuniziert werden. Sämtliche Informations‐ und Unterrichtsmaterialien, z. B. Broschüren, Begleithefte, etc., werden zur Verfügung gestellt. Möglich durch Fördermittel des EU‐Programms "Ziel 3 Freistaat Bayern ‐ Tschechische Republik" , den allgemeinen Umweltfonds sowie die Oberfrankenstiftung. Klein‐Eden soll nicht nur als Demonstrationsobjekt für die praxisgerechte Nutzung industrieller Abwärme im Niedertemperaturbereich dienen, sondern auch im Bereich Forschung und Bildung arbeiten.
Europäisches Flakonglasmuseum Kleintettau
Im Europäischen Flakonglasmuseum tauchen Besucher in die faszinierende Welt des Glases ein – von den Anfängen vor über 5.000 Jahren bis zur modernen Flakonproduktion. In Kleintettau wird seit 1661 Glas gefertigt, heute auf hochautomatischen Maschinen in beeindruckender Geschwindigkeit und Qualität. Das Museum zeigt historische Glasmacherkunst am Hafenofen, exklusive Parfümflakons, Duftkompositionen sowie interaktive Stationen in der Glashöhle, die besonders bei Kindern beliebt sind.
Ein besonderes Highlight ist der direkte Blick in die moderne Fertigung von HEINZ‑GLAS: Auf einer Tribüne können Gäste beobachten, wie aus zähflüssigen Glastropfen edle Flakons entstehen. Ergänzend dazu präsentiert eine große Dauerausstellung rund 2.000 ausgewählte Parfümflakons aus dem 20. Jahrhundert. Regelmäßige Sonderausstellungen, ein informativer Audioguide und monatliche Glasmacher‑Vorführungen machen den Besuch abwechslungsreich und spannend für die ganze Familie.
Burg Lauenstein
Burg Lauenstein, eine mittelalterliche Höhenburg im thüringisch-fränkischen Schiefergebirge, blickt auf eine lange Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute gehört sie dem Freistaat Bayern und beherbergt ein Museum mit über 20 Schauräumen – darunter Sammlungen zu Schlössern, Schlüsseln, Möbeln, Waffen und Rüstungen.
Ein Highlight ist das Lauensteiner Burgfest, das alle zwei Jahre im Juni stattfindet und die Burg in eine mittelalterliche Erlebniswelt verwandelt. Auch die berühmte Sage der „Weißen Frau“ ist eng mit der Burg verbunden und sorgt bis heute für Gänsehaut.
Öffnungszeiten
- 1. April – 30. September: 9:00–18:00 Uhr (letzte Führung 17:00)
- 1. Oktober – 31. März: 10:00–16:00 Uhr (letzte Führung 15:00)
- Montags geschlossen
Eintrittspreise
- Erwachsene: 4 €
- Ermäßigt: 3 €
- Kinder bis 18 Jahre in Begleitung: frei
- Gruppen ab 15 Personen: 3 €/Person (Anmeldung erforderlich)
Thüringer Warte
Hoch über Lauenstein steht auf dem Gipfel des 678 m hohen Ratzenberg, der Aussichtsturm "Thüringer Warte". Der 26,5 m hohe Turm steht kaum 200 m von der thüringischen Landesgrenze entfernt. Er wurde durch seine einmalige Lage unmittelbar an der ehemaligen Zonengrenze zum Fenster nach Thüringen. Weit hinein ins "Grüne Herz Deutschlands" reicht der Blick von der Aussichtsplattform. So zog der Turm in seinem 30-jährigen Bestehen unzählige Besucher, besonders viele "ehemalige" Thüringer, die einen Blick in ihre alte Heimat werfen wollten, an.
Der Bau des Turmes wurde am 3. April 1963 begonnen, die Einweihung konnte bereits am 17. Juni 1963 stattfinden. Die große Kundgebung unterhalb des Turmes wurde zu einem eindrucksvollen Erlebnis für alle Besucher. So viele Besucher hatte wohl Lauenstein noch nie gesehen. Die Grenzpolizei sprach damals von ca. 6.000 bis 7.000 Besuchern. Im März 1994 wurde der Aussichtsturm renoviert.
Ihre Bedeutung als "Schaufenster" in das andere Deutschland hat die Thüringer Warte mit der Wende im November 1989 und der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten zwar verloren, als touristischer Anziehungspunkt wird sie aber wegen ihrer einmaligen Lage im Herzen des Thüringer Schiefergebirges ihre Bedeutung behalten.
Deutsches Schiefertafelmuseum
In Ludwigsstadt und seinen Ortsteilen hat die Nutzung von Schiefer eine lange Tradition – besonders die Herstellung von Schiefertafeln prägte die Region. Das Schiefermuseum wurde 1981 in der alten Dorfschule Steinbach an der Haide gegründet und 1993 aus Platzgründen in ein ehemaliges Fabrikgebäude an der B85 in Ludwigsstadt verlegt.
Das Museum zeigt die Geschichte und Bedeutung des Schiefers in vielfältigen Abteilungen: Geologie des Schiefergebirges, Schieferbergbau, Arbeiten im Schieferbruch und in den Spalthütten, Schiefertafel‑ und Griffelproduktion, Wetzsteinherstellung, Schieferwerksteine, Kunsthandwerk sowie die Sozialgeschichte der Schieferindustrie.
Ein Schwerpunkt liegt auf der umfassenden Darstellung der Schiefertafelproduktion – vom historischen Hausgewerbe bis zur industriellen Fertigung. Ergänzt wird das Museum durch eine stetig wachsende Bibliothek zum Schieferbergbau und zur regionalen Geologie.
Dank der Hermann‑Söllner‑Stiftung konnte das Museum im ehemaligen Fabrikgebäude der Bromsilberdruckanstalt in der Lauensteiner Straße eine neue, passende Heimat finden.
Naturparkinformationszentrum Spechtsbrunn
Hier treffen Rennsteig und Thüringisch-Fränkische Schieferstraße aufeinander, die drei Naturparke Thüringer Wald, Frankenwald und Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale sowie die Landkreise Sonneberg, Kronach und Saalfeld/Rudolstadt. Auf diesen markanten Punkt weist ein Tor mit drei Bögen hin. Eine Ausstellung bietet dazu eine Multivisionsschau sowie drei Infotafeln mit Steckbriefen zu den Besonderheiten der drei Nationalen Naturlandschaften. Eine große Wandtafel informiert darüber hinaus zum "Wandern und Landschaftserleben rund um Spechtsbrunn". Natur- und Kulturattraktionen sowie Tradition und Handwerk gibt es einige zu entdecken. Wichtige Spuren der jüngeren innerdeutschen Geschichte laden außerdem zu einem Wander- und Radfahrerlebnis ein. Das Grüne Band verläuft direkt am Informationszentrum und bildet heute ein interessantes Biotop. Geopark "Schieferland" Ein weiteres Highlight der Region ist der Geopark "Schieferland". Das Schiefergestein prägt die Landschaft bis heute und der Schieferabbau brachte über Jahrhunderte Arbeit und Einkommen in die Region. Heute erinnern daran im Geopark einige Museen, Schaubergwerke und Geopfade.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Samstag & Sonntag: 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach am Wald
Das Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach am Wald begeistert seit 2018 mit seinem modernen GenerationenBad – einem Erlebnis für Besucher jeden Alters. Die helle Schwimmhalle bietet Wohlfühlatmosphäre, Kinder freuen sich über warmes Becken, Elefantenrutsche und Leuchtturm. Erwachsene genießen Massagedüsen, Wärmebank, Nackenschwall sowie das beliebte Sole- und Dampfbad mit wechselnden Duftessenzen. Frühschwimmen, VHS‑Kurse, DLRG‑Schwimmangebote sowie der Warmbadetag am Freitag runden das Programm ab.
Kulinarisch verwöhnt das Glasbistro und die Fichtenstube, Bowlingfans treffen sich im SchieferStollen.
Im Obergeschoss zeigt das FrankenwaldZentrum die Rennsteigregion multimedial – von Natur und Wandern über Glasherstellung bis hin zur Geschichte des Flößens. Besucher erleben interaktive Stationen, ein echtes Floß, die Leselounge mit Moossitzsäcken sowie eine Ausstellung zum „Waldgebiet des Jahres“.
Die moderne Sporthalle der Joachim-Wiegand-Stiftung ergänzt das Angebot und macht das Zentrum zu einem vielseitigen Ort für Freizeit, Bewegung und Erholung. Der entstehende Kur- und Erholungspark wird das Ensemble künftig perfekt abrunden.
Schieferhalde Dürrenwaiderhammer
Die Schieferhalde oberhalb von Dürrenwaiderhammer ist mehr als nur ein Lagerplatz für Abraum. Sie bietet wertvolle Lebensräume für seltene Moose, Flechten und Blütenpflanzen. Am Schiefertisch vor dem aufgelassenen Dachschieferbruch geht der Blick durch das Tal der Oelsnitz nach Dürrenwaid. Direkt an der Schieferhalde vorbei führen das FrankenwaldSteigla 12-Apostel-Weg und der Geopfad Geroldsgrün. Der Schiefertisch bietet sich als idealer Rastplatz bei einer Wanderung an.
(Bildrechte: Naturpark Frankenwald/ Michael Teuber)
Aussichtsturm Langesbühl
Aussichtspavillon oberhalb des Ortes Steinbach bei Geroldsgrün. Das Langesbühl ist über verschiedene Wanderwege erreichbar, unter anderem über das FrankenwaldSteigla 12-Apostel-Weg. Der 7 Meter hohe Steinturm auf dem 698 Meter hohen Berg Langesbühl bietet einen herrlichen Rundum-Blick über den Frankenwald, den Thüringer Wald und das Fichtelgebirge.
Schieferbergwerk Lotharheil
Das Schieferbergwerk Lotharheil wird seit 1857 betrieben, nachdem Lothar Freiherr von Faber das Abbaurecht erworben hatte. Es gilt als Ursprung des späteren Weltunternehmens Faber‑Castell, denn bevor Bleistifte produziert wurden, entstanden hier Schiefertafeln und Griffel.
Da der harte Lotharheiler Dachschiefer für die Tafelfertigung ungeeignet war, konzentriert sich der Betrieb seit 1904 auf die Gewinnung von Dachschiefer. Viele traditionelle Gebäude rund um Geroldsgrün tragen noch heute dieses typische, langlebige Material. Mit dem Rückgang der Untertageförderung seit den 1960er‑Jahren gewinnt der Schiefer vor allem im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Innenraumgestaltung an Bedeutung. Beispiele dafür sind die Therme Bad Steben, der Schiefertisch am Dürrenwaider Hammer oder der neu gestaltete Dorfplatz in Geroldsgrün.
Auch zahlreiche Haushalts- und Geschenkartikel werden aus dem edel schimmernden, schwarzblauen Schiefer gefertigt und können im Schieferladen entdeckt werden.
Kohlenmeiler im Thiemitztal
Im Frankenwald gab es über viele Jahrhunderte und bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts hinein Hunderte von Kohlstätten, die stets dann genutzt wurden, wenn in der Nähe Holz geschlagen wurde und „Kohlholz“ (Äste, Gipfelholz, Abfallholz, Stöcke) zur Verfügung stand.
Die Kohlstätten lagen manchmal auch jahre- oder jahrzehntelang unberührt im Wald, wenn es gerade kein „Kohlenbrennen“ gab. Die Köhler wanderten von einer Arbeitsstätte bzw. Kohlstätte zu anderen. Man zog in den Wäldern umher und begab sich dahin, wo gerade Holz verkohlt wurde („Wanderköhlerei“). Es gab aber auch immer wieder sogenannte „Winkelköhlereien“ im Frankenwald. Auf diesen wurde im Verborgenen – meist auf privatem Grund und verbotenerweise – gefreveltes Holz verkohlt und dann häufig ins Reußische verschoben.
Holzkohle (vor ca. 1850 bei uns immer als Kohle bezeichnet) war bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts unverzichtbar in all den Schmieden, Erzschmelzen, Hochöfen und Hammerwerken des Frankenwaldes, denn nur mit ihr konnte man früher die hohen Temperaturen erzeugen, die benötigt wurde.
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen von Holzkohlestücken in Eisenschlacken, die man im Wolfersgrund bei Griesbach fand, weiß man heute, dass jene Holzkohle rund 1000 Jahre alt ist. Man kann daraus folgern, dass sowohl die Köhlerei als auch Eisen- und Kupferschmelzen bereits vor einem Jahrtausend im Frankenwald betrieben worden sind.
Therme Bad Steben - mit allen Sinnen genießen
Der traditionsreiche Kurort Bad Steben blickt auf über 185 Jahre als Mineral- und Moorheilbad zurück. Eingebettet in den romantischen Kurpark liegt die moderne Therme des Staatsbades, die mit besonderen Klang‑ und Lichterlebnissen beeindruckt. In den Wasserwelten erwarten Gäste Light‑&‑Sound‑Becken, Klangduschen, Champagner-Liegen, eine große Schwimmhalle sowie ein Außenbereich mit Solebecken und Strömungskanal.
Die Saunalandschaft bietet fünf unterschiedliche Saunen, elegante Ruheräume und einen Saunagarten mit Naturbadeteich. Im Wellness‑Dome erleben Besucher Attraktionen wie eine Sole‑Lagune, ein Schwebebecken, eine Sand‑Loggia und vielfältige Wellness‑ und Beauty‑Anwendungen.
Zentrum des Staatsbades ist das Gesundheitszentrum. Die Anwendungen basieren auf der einzigartigen natürlichen Heilmittelkombination aus Radon, Kohlensäure und Naturmoor. Radonbäder lindern Beschwerden des Bewegungsapparates, Mineralbäder mit natürlicher Kohlensäure wirken belebend und Naturmoor entfaltet sofort spürbare Wärme. Ergänzend bietet das Wellness‑Zentrum hochwertige Massagen und die beliebten „Bad Stebener Spezialitäten“ wie die Massage mit heißem Schieferstein.
Zur Ausstattung der Therme gehören außerdem ein 36‑Grad‑Whirlpool, Panorama-Liegegalerien, Schiefer-Dampfgrotte, Erlebnisduschen, Duftgrotte, Holzliegedeck, ein Fitnessstudio sowie verschiedene Gesundheits‑, Wellness‑ und Beautyangebote, die für ein umfassendes Wohlfühlerlebnis sorgen.
Kurpark Bad Steben
... und einem wunderschönen Baumbestand, Blumenrabatten und einer Wanderausstellung der trojanischen Pferde bietet ausreichend Raum für ausgedehnte Spaziergänge; er lädt ein auf einem der vielen kleinen Bänke zur Ruhe zu kommen oder am Musikpavillon Konzertklängen zu lauschen.
In der angrenzenden großzügig angelegten Säulenwandelhalle können Sie in verschiedenen Geschäften bummeln oder in der neugestalteten integrierten Trinkhalle einen Schluck der Bad Stebener Heilquellen genießen. Die drei Bad Stebener Heilquellen erhalten Sie kostenlos kalt oder angewärmt in beliebiger Menge. Trinken Sie sich gesund.
Durch den Kurpark führen verschiedene Nordic-Walking-Strecken mit unterschiedlichen Streckenlängen und Schwierigkeitsgraden. Direkt an den Kurpark schließt die neue Therme Bad Steben, ein Genuss für alle Sinne, an.
Prinz-Luitpold-Turm
Unser kleiner "Eiffelturm des Frankenwaldes" wurde 1902 erbaut und ist der markanteste Aussichtsturm in Nordbayern. Er ist zu Fuß über verschiedene Wanderwege, unter anderem das FrankenwaldSteigla Schwarzenbacher Weitblicke und das FrankenwaldSteigla Zum alten Grenzstein erreichbar.
Auf dem Gipfel des höchsten Frankenwaldberges - dem Döbraberg - steht auf 794 Metern Höhe der 18 Meter hohe Aussichtsturm in Stahlbauweise. 1998 wurde der Turm generalsaniert.
Von der Plattform des Turmes genießt man einen herrlichen Rundblick: Im Osten Elster- und Erzgebirge; im Südosten und Süden Fichtelgebirge; im Westen Staffelberg, Schloss Banz und die Veste Coburg; im Nordwesten liegt Schwarzenbach am Wald vor der imposanten Kulisse der Wälder über dem Thiemitztal, im Norden der Frankenwald und Thüringer Wald.
Bei klarem Wetter sind Fernsichten bis 120 Kilometer möglich, über den Frankenwald, in den Thüringer Wald, ins Erzgebirge, in die Fränkische Schweiz und ins Obermaintal.
Döbraberg
Vom Prinz-Luitpold-Turm auf dem Döbraberg bietet sich ein herrlicher Rundum-Blick über den Frankenwald hinein ins Fichtelgebirge, den Thüringer Wald, das Erzgebirge und das Coburger Land. Hier trifft sich eine Vielzahl von Wanderwegen, darunter der neue Fern-Rundwanderweg FrankenwaldSteig, der Frankenweg (ein Qualitätsweg Wanderbares Deutschland), das FrankenwaldSteigla Schwarzenbacher Weitblicke, das FrankenwaldSteigla Zum alten Grenzstein der Wasserscheidenweg, der Prinz-Luitpold-Weg und zahlreiche örtliche Rundwanderwege. Mehrere Schutzhütten und Sitzgruppen laden zu einer gemütlichen Rast ein.
Der Döbraberg ist aber auch ein Zentrum für Mountainbiker. Die Bike Fun Trails am Döbraberg bieten Singletrails und North Shore Trails in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Zwei ausgeschilderte Mountainbike-Strecken (MTB 7 mit 48 km und HO 7 mit 25 km) führen ebenfalls über den Döbraberg und garantieren Fahrspaß in herrlicher Natur.
Wer im Winter am Döbraberg unterwegs ist, findet nicht nur Winterwanderwege, sondern auch mehrere top gespurte und ausgeschilderte Loipen. In Schwarzenbach am Wald und in Döbrastöcken kommen auch Freunde des alpinen Skisports an den Liften auf ihre Kosten.
Das "Markenzeichen" des Döbrabergs ist die helle Kuppel der Radarstation Döbraberg der Bundeswehr. Die früher von der US Air Force betrieben Station verleiht dem Berg ein unverwechselbares Aussehen und ist von Weitem sichtbar. Das Areal rund um die Kuppel ist Sperrgebiet und darf nicht betreten werden
Schwamma-Pilz
Vom Schwamma aus hat man einen herrlichen Blick auf das Wäldermeer beiderseits der Wilden Rodach. Er ist zu Fuß über verschiedene Wanderwege erreichbar.
Mittelpunkt des idyllisch am Hang gelegenen Schwarzenstein ist eine steil aufragende Felskuppe, der Schlossberg. Dessen höchsten Punkt ziert seit jeher der "Schwamma", ein großer hölzerner Pilz mit Ruhebank und Sitzgruppe an der Stelle, wo einst die Feste "Schwarzenberg" stand.
Floßteich an der Bischofsmühle
Der Floßteich an der Bischofsmühle ist ein Zeugnis für die jahrhundertealte Tradition der Flößerei im Frankenwald. Er liegt direkt am den Wanderwegen FrankenwaldSteig, FrankenwaldSteigla Schwarzenbacher Weitblicke, Prinz-Luitpold-Weg sowie am Panoramaweg und die Sitzgruppe lädt zu einer gemütlichen Rast ein.
Im Mittelalter wurde im Frankenwald wohl ohne Floßteiche geflößt, nur dann, wenn genügend Wasser in den Bächen floss. Erst später errichtete man in den oberen Talbereichen Teiche, in denen Wasser gestaut werden konnte, das bei Bedarf zur Erhöhung der Wassermenge an die Bäche abgegeben wurde.
Der Floßteich an der Bischofsmühle wird 1692 erstmals urkundlich erwähnt, er dürfte aber 200 Jahre älter sein.
1835/36 wurde die ursprüngliche Holzkonstruktion von Teichdamm und Schleuse durch Anlagen aus Stein ersetzt.
2000/2001 hat man im Rahmen einer umfassenden Sanierung des Teiches den eingefallenen Damm mit Gewölbedurchlass rekonstruiert - nach dem historischen Vorbild unter Verwendung des alten Baumaterials (Granit, Kalk) - allerdings mit dem Einbau moderner Technik.
Floßfahrten auf der Wilden Rodach
Im Frankenwald treffen Wald und Wasser aufeinander – und mit ihnen die jahrhundertealte Tradition der Flößerei. Bereits 1386 erstmals erwähnt, nutzte man die wasserreichen Täler des Frankenwaldes, um Holz zu transportieren. Über Jahrhunderte belieferten die Frankenwald-Flößer das Main‑Rhein‑Gebiet mit Bauholz; sogar Teile von Amsterdam stehen auf Pfählen aus Frankenwaldholz.
Floßteiche, Wehre und Floßgräben prägten die Landschaft, und die Flößergemeinschaften hinterließen deutliche Spuren in den Siedlungen. Um die Flößer ranken sich viele Legenden – naturverbunden, kräftig, freiheitsliebend und bekannt für ihren täglichen Bieranspruch. Auch heute hält man diese Tradition mit Stolz lebendig.Sie haben die Möglichkeit, zwischen zehn unterschiedlichen Programmen zu wählen: zum Beispiel Floßfahrt mit anschließender leckerer Brotzeit, Grillnachmittag, Aprés-Flößerparty, fränkisches Mittagessen vorneweg, usw.
Sie finden die Auswahl an Touren auf der Homepage der Stadt Wallenfels.
Nach dem Anlegen an der Floßlände am Flößerhaus erwartet Sie das Flößerdiplom.
(Bildrechte: Frankenwald Tourismus/ Maria Setale)
900-jährige Eibe bei Bernstein am Wald
Die alte Eibe bei Bernstein am Wald ist rund 900 Jahre alt und zählt zu den seltensten Bäumen Deutschlands. Sie gilt als Naturdenkmal und steht heute auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Eibe wächst langsam, bildet zuerst ein starkes Wurzelwerk und kann selbst nach Verlust des Stammes aus dem Wurzelgeflecht erneut austreiben. Ihr extrem hartes, elastisches Holz wurde im Mittelalter für Bögen und Waffen genutzt, wodurch große Eibenbestände verschwanden. Auch ihre starke Giftigkeit führte früher zur gezielten Vernichtung vieler Bäume, um Nutztiere zu schützen.
Durch ihren abgelegenen Standort im Thiemitztal überdauerte die Eibe nahezu ungestört seit dem 12. Jahrhundert und ist heute ein beeindruckendes Relikt vergangener Zeiten. Entdecken kann man sie auf dem FrankenwaldSteigla Süßengut‑Weg, der direkt zu diesem besonderen Naturdenkmal führt.
Best of Wandern Testcenter FRANKENWALD
Das Best of Wandern Testcenter FRANKENWALD in Steinwiesen ist Teil eines europäischen Verbunds von elf Wanderregionen, die seit über zehn Jahren Wandergenuss abseits von Trubel und Massentourismus bieten. Im Testcenter können Besucher moderne Outdoor‑Ausrüstung führender Marken kostenlos ausleihen und auf den abwechslungsreichen FrankenwaldSteigla‑Touren testen.
Ob Wanderschuhe, Rucksack, Trekkingstöcke, Kindertrage, Fernglas oder Regenschirm – die Ausstattung kann bequem morgens abgeholt und abends zurückgebracht werden. Bei Bedarf ist auch ein mehrtägiger Test möglich. Ein Verkauf findet im Testcenter nicht statt, jedoch beraten regionale Partnerbetriebe weiter.
Das Angebot umfasst Wanderschuhe von Scarpa, Rucksäcke und Kindertragen von Vaude, Ferngläser von Zeiss, Trekkingstöcke von Black Diamond, den Wanderstock „Gemse“, Trekkingschirme, Navigation von Tahuna, Schneeschuhe von Tubbs, Snowline Spikes sowie den Outdoor‑Mini von Warmini.
Um sicherzugehen, dass die gewünschte Größe oder Ausrüstung verfügbar ist, empfiehlt sich eine telefonische Reservierung. Zusätzlich motiviert der Best of Wandern Stempelpass seit 2020 dazu, Wanderungen zu sammeln und attraktive Preise zu gewinnen.
Naturparkinformationszentrum im ehemaligen Bahnhof Steinwiesen
Themenschwerpunkt: Die Kulturlandschaft des Frankenwaldes. Besuchen Sie unser 2012 neu eröffnetes Informationszentrum Blechschmidtenhammer bei Lichtenberg, bevor Sie das malerische Höllental erkunden.
Hier erfahren Sie durch Schautafeln, Touchscreens und Exponate, wie sich die Artenvielfalt durch den Einfluss des Menschen verändert hat und welche Berufsfelder dabei besonders beteiligt waren.
Lernen Sie Tier- und Pflanzenarten kennen, die in den Biotopen der Wiesentäler, Wälder und Rodungsinseln heimisch sind.
Mühlenmuseum Teichmühle
Die Teichmühle an der Rodach, urkundlich bereits 1507 erwähnt, hat als eine der letzten von einst 154 Schneidsägen das große Mühlensterben des 20. Jahrhunderts im Frankenwald überlebt und wird heute als Museum genutzt.
Die Teichmühle Steinwiesen, eine über 500 Jahre alte Holzschneidmühle, ist auch heute noch voll funktionsfähig. Bei einer Besichtigung der Museumsmühle wird einem die Funktionsweise und der Betriebsablauf an einem Schneidtag vorgestellt. Man erhält aber auch Einblicke in das harte Leben und die kargen Wohnbedingungen eines Schneidmüller in früheren Tagen.
Ködeltalsperre
Die Trinkwassertalsperre Mauthaus - genannt "Ködeltalsperre" - ist eine der größten ihrer Art in Bayern. Um den "Frankenwaldfjord" führt ein ca. 11,5 km langer asphaltierter Weg, der zum Wandern, Radeln oder Inline-Skating einlädt.
Die Trinkwassertalsperre Mauthaus liegt im Tal der Nurner Ködel, eines Zuflusses zur Rodach, ca. 20 Kilometer nordöstlich von Kronach. Sie wurde von 1968 bis 1972 zur Trinkwasserversorgung gebaut. Als Nebenzweck dient sie dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung und der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Sie wurde 1975 in Betrieb genommen und war somit die erste bayerische Trinkwassertalsperre.
Der Wasserkörper darf nicht für Wassersportarten genutzt werden, was entscheidend zur Trinkwasserqualität beiträgt.
Ein Fahrradverleih befindet sich im Tourismushaus Oberes Rodachtal in Steinwiesen, Kronacher Straße 75.
Das Klöppelmuseum - Kreativ - Lebendig - Spitze
Im Klöppelmuseum Nordhalben entdecken Besucher die Vielfalt der Spitzenkunst: Klöppelspitzen, Nadel- und Maschinenspitzen, Occhi sowie Filetarbeiten. Auf rund 120 Quadratmetern werden etwa 400 Exponate vom Spätbarock bis heute präsentiert. In sechs Themenbereichen finden sich Meterspitzen, Decken, Fächer, figürliche Motive und sogar ein geklöppeltes Brautkleid. Der Unterschied zwischen Hand- und Maschinenspitze wird anschaulich gezeigt – und Gäste dürfen sich selbst am Klöppelkissen versuchen.
Im Historischen Ortsmuseum erhält man Einblicke in das Leben um 1900. Küche und Schlafzimmer sind originalgetreu eingerichtet, dazu kommen Informationen über historische Gewerke sowie Dokumentationen zur innerdeutschen Grenze.
Wer selbst Klöppeln ausprobieren möchte, kann an den Klöppel‑Sonntagen in Nordhalben teilnehmen. Material wird vor Ort gestellt; alle Termine sind auf www.das-kloeppelmuseum.de zu finden.
Rodachtalbahn
Seit 1. September 2007 ist die Rodachtalbahn als Museumsbahn mit einer historischen Schienenbusgarnitur aus dem Jahr 1959 im Betrieb. Durch attraktive Fahrpreise und die kostenlose Fahrrad- und Kinderwagenbeförderung zeigt sie sich besonders familienfreundlich. Auch Wanderer, Nordic Walker und Radfahrer finden ideale Ausgangspunkte für Touren in vielen Variationen.
Für die Fahrt auf der elf Kilometer langen Nebenbahn benötigt der Schienenbus eine halbe Stunde. Planmäßiger Ausflugsverkehr findet an ausgewählten Sonn- und Feiertagen zwischen Mai und Oktober statt.
Sie können die Schienenbusgarnitur auch für Ihren persönlichen Anlass chartern! So wird der Betriebsausflug, der Geburtstag, das Jubiläum, die Hochzeit usw. zu einem besonderen Event (Preise und Termine auf Anfrage).
Wasser- und Aussichtsturm Birnbaum
Wer den Turm erklimmt und die Aussicht genießt, wird den Spruch "Im Frankenwald gibt es keine hohen Berge - aber tiefe Täler" sofort verstehen.
Der 32 Meter hohe Turm, der auf einer Höhe von 610 Meter über dem Meeresspiegel errichtet wurde, bietet auf seiner Aussichtsplattform einen einmaligen Rundblick über die Höhen des Frankenwaldes, des Thüringer Waldes, des Fichtelgebirges und bei guter Sicht sogar bis ins Maintal.
Bauanlass war eine durch Blitzschlag ausgelöste Brandkatastrophe im Sommer 1988, bei der innerhalb weniger Stunden acht Bauernhöfe zerstört wurden.
KunstPark am Rennsteig
Im Außenbereich des Freizeit- und Tourismuszentrums Steinbach am Wald wurden 21 Fichtenstämme von drei Holzbildhauern – Judith Franke, Walter Busch und Michael Steigerwald – kunstvoll gestaltet. Die Skulpturen zeigen regionale Themen, Märchenfiguren, Symbole der Geschichte sowie Motive aus Natur und Industrie des Frankenwaldes. Eine „Beinbaumel‑Bank“ lädt zum Ausruhen ein, und im Kohlenmeiler können Besucher die Märchen „Pinocchio“ und „Das kalte Herz“ anhören.
Judith Franke gestaltete heitere und naturverbundene Figuren wie die „fröhliche Touristin“, eine große Sonnenblume, eine Katze mit Rotschwänzchen sowie einen Paradiesvogel.
Walter Busch widmete sich historischen und gesellschaftlichen Themen wie der innerdeutschen Grenze, Glauben, Zusammenhalt, Wiedervereinigung sowie regionaler Industrie – dargestellt etwa durch eine Weinflasche von Wiegand‑Glas oder einen Pelletanzünder.
Michael Steigerwald schuf märchenhafte Figuren wie Pinocchio, die blauhaarige Fee und den Schatzhauser sowie Werke zur Glasmachertradition, Naturmotiven und fränkischem Brauchtum wie der „Zechmaala“.
So entstand ein vielfältiger Kunstpark, der Märchen, Geschichte, Natur und regionale Identität in eindrucksvollen Holzskulpturen vereint.
Golddorf & Schieferdorf Steinbach an der Haide mit Dorfgarten
Im kleinen Runddorf Steinbach an der Haide bildet der gemeinschaftliche Dorfgarten – das „Pflanzbeet“ – das lebendige Zentrum. Hier gedeihen Blumen, Kräuter, Gemüse und Gräser in bunter Vielfalt und verwandeln den Garten das ganze Jahr über in ein farbenfrohes Mosaik. Besonders im Sommer kontrastiert die Blütenpracht eindrucksvoll mit den typisch dunkelblauen Schieferfassaden des Ortes.
Fast jede Familie bewirtschaftet eine eigene Parzelle und pflegt sie mit viel Liebe, sodass Arbeit im Garten stets auch Begegnung und Austausch unter Nachbarn bedeutet. Diese Gemeinschaftstradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als der „Große Garten auf dem Anger“ zur Krautpflanzenzucht genutzt und die Setzlinge bis nach Thüringen verkauft wurden – daher der Spitzname „Krautsteinbach“.
Die gepflegten Häuser, Vorgärten und Blumenarrangements zeigen den starken Gemeinsinn der Dorfbewohner. Steinbach an der Haide wurde dafür bereits zweimal mit Gold im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ausgezeichnet – ein deutlicher Ausdruck von Verbundenheit, Stolz und Liebe zum eigenen Ort.