Der Frankenwald - eine Region, die viel zu bieten hat

Der Spessart lädt zum Wandern, Erleben und Genießen ein – eine Region voller Ruhe, Natur und beeindruckender Waldvielfalt. Zwischen ausgedehnten Laubmischwäldern, idyllischen Tälern, klaren Bächen und geschichtsträchtigen Orten gibt es viel zu entdecken. Ob entspannter Spaziergang, abwechslungsreiche Wanderung, Familienausflug oder naturnaher Genussmoment: Der Spessart bietet zahlreiche besondere Ausflugsziele. Einige davon haben wir für Sie zusammengestellt.

 

Das Naturwaldreservat Eichhall

Der Eichhall ist eine rund 67 Hektar große Waldabteilung westlich des Geiersbergs – der mit 586 Metern höchsten Erhebung des Spessarts. Mit über 1.100 mm Jahresniederschlag, den höchsten Werten der Region, bietet das Gebiet ideale Bedingungen für mächtige Buchenwälder. In alten Eichenbeständen wie dem Eichhall setzt sich die Buche langfristig durch und verdrängt die lichtbedürftige Eiche.

Der Wald blickt auf eine über 400‑jährige Geschichte zurück und entstand vermutlich im 17. Jahrhundert nach Brandrodungen während des Dreißigjährigen Krieges. Heute wachsen hier beeindruckende Spessart‑Eichen mit bis zu 40 Metern Höhe und fast vier Jahrhunderten Alter sowie bis zu 200 Jahre alte „Methusalem‑Buchen“. Seit 2002 wird der Eichhall nicht mehr bewirtschaftet und entwickelt sich als Naturwaldreservat frei weiter.

Als wertvoller Lebensraum und Forschungsgebiet zeigt der Eichhall eindrucksvoll, wie wichtig der Erhalt alter, naturnaher Wälder im Spessart ist.

Naturwaldreservat

Das Ausflugslokal "Bayrische Schanz"

Die Bayrische Schanz liegt im Staatswald der Bayerischen Staatsforsten im Naturpark Spessart – direkt an der hessisch‑bayerischen Grenze. Das Ausflugslokal blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits 1777 wurde es erstmals als „Geis‑Wirtshaus“ auf Karten erwähnt. Seine Lage an der historischen Birkenhainer Straße, einer wichtigen mittelalterlichen Ost‑West‑Handelsroute zwischen Hanau und Gemünden, machte die Schanz schon früh zu einem bedeutenden Rastpunkt.

1854 ging die Wirtschaft wegen geringer Rentabilität in staatlichen Besitz über. Mit dem späteren Verkauf an die Familie Münch erhielt das Gasthaus neuen Aufschwung und wurde umfassend modernisiert. Heute bietet die Bayrische Schanz Platz für 90 Gäste in den Gasträumen und bis zu 200 Personen in der Remise. Im Sommer lädt ein großer Biergarten Wandernde und Ausflügler zur Rast ein.

Ausblick auf die Bayerische Schanz

Der Triftdamm bei Waldaschaff

Im Spessart wurde zwischen 1650 und 1850 an sieben Bächen Holz getriftet – darunter auch an der Aschaff und ihrem Zufluss, dem Autenbach. Hier befindet sich der nördlichste Triftdamm Bayerns, der 2011 aufwendig saniert wurde, um seine Standfestigkeit zu sichern. Der Damm steht seit 1987 unter Denkmalschutz und wurde nach historischen Vorgaben restauriert.

Der erste dauerhafte Triftdamm im Autenbachtal entstand zwischen 1733 und 1750 unter der Forstverwaltung des Kurfürstentums Mainz. Der ganzjährig angestaute Triftsee diente nicht nur dem Holztransport, sondern auch der Forellenzucht, deren Erträge bis nach Aschaffenburg verkauft wurden. Der heutige Ablauf war damals der Überlauf; das Holz wurde über den Grundablass auf die Reise geschickt.

Zur Triftzeit im Februar und März wurden die auf den Höhen geschlagenen Baumstämme zu 1‑Meter‑Scheiten verarbeitet und auf Schmierbahnen ins Tal befördert. Von dort triftete das Holz – begleitet von rund 50 Triftknechten – mit Hilfe der Wasserkraft bis nach Goldbach, wo es gesammelt, verladen und als Brennholz verkauft wurde.

Trotz seiner Lage im Wald zeichnet sich das Umfeld des Dammes durch eine besonders artenreiche Flora aus. Regelmäßige Pflege schafft Licht und Raum für Kräuter wie Steinklee, wilde Möhre, Wasserdost, Natternkopf, Salbei und viele weitere typische Pflanzen des Spessarts.

Damm

Der Breitsee

Der Breitsee ist ein kleiner See, der in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts angelegt wurde, um Hölzer optimal lagern zu können, bevor sie abtransportiert wurden. Am östlichen Rand des Breitsees errichtete man eine lange Buntsandsteinmauer, in der der Quellzufluss gefasst ist. Große Holzroller als Bänke laden zum Verweilen und zum Genießen der Ruhe an diesem idyllischen Fleckchen ein.

See

Das Kloster Einsiedel

Das Kloster Einsiedel, auch Elisabethenzell genannt, wurde bereits im frühen 13. Jahrhundert gegründet und 1295 erstmals urkundlich erwähnt. Anlass war eine Schenkung der Grafen von Rieneck an den Prämonstratenser‑Orden. Ab 1410 setzte jedoch ein kontinuierlicher Niedergang ein, der in mehreren Urkunden dokumentiert ist.

Ab 1584 zeigen Karten nur noch eine Ruine – der markante Giebel blieb jedoch vollständig erhalten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nutzte man die letzten Mauerreste schließlich für den Straßenbau. Heute erinnern nur noch wenige Strukturen an das ehemalige Kloster, das einst tief im Spessart verborgen lag.

Schild auf einer Wiese

Die Ruine Schönrain

Mal malerisch über dem Main gelegen, befindet sich die Ruine Schönrain zwischen Hofstetten und Steinbach – eingebettet in den Staatswald des Forstbetriebs Hammelburg. Die Anlage blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück.

1080 wurde Schönrain als Benediktinerkloster gegründet. Während der Bauernkriege 1525 teilweise zerstört, ging die Anlage anschließend an die Grafen von Rieneck über, die sie als Wohnsitz wiederaufbauten. Nach dem Tod der letzten Gräfin im Jahr 1574 fiel Schönrain an Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn und diente fortan als Sitz von Forstverwaltern und Jägern.

Mit der Säkularisation wurde das Bergschloss zur königlich‑bayerischen Forstdienststelle. Bereits 1818 verlegte man den Sitz jedoch nach Massenbuch und nutzte Teile des Schlossdachs für den Neubau dortiger Gebäude. In den Folgejahren wurde Schönrain zunehmend als Steinbruch genutzt – übrig blieb die eindrucksvolle Ruine, die heute weithin sichtbar über dem Maintal thront.

Burgruine
 

Weitere Informationen zur Region Spessart

Zu den Zeltplätzen

Mitten im stillen Laubmischwald des Spessarts liegen die Trekkingplätze eingebettet in ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder. In unmittelbarer Nähe verlaufen zahlreiche Wanderwege, die durch ruhige Täler, historische Pfade und typische Spessart‑Waldlandschaften führen. Hier genießen Trekker Natur pur, fernab von Straßen und Siedlungen – ideal für eine naturnahe Übernachtung im Herzen des Spessarts.

Zu den Trekkingplätzen
Buchungsanfragen zu Trekking im Frankenwald

Buchungsanfragen können Sie auf dieser Seite unter Buchungsanfrage stellen. Die exakten Koordinaten der Zeltplätze gibt es nach der vollführten Buchung.

Informationen zur Buchung
Trekking Routen im Spessart

Die Trekking‑Routen im Spessart bieten Naturerlebnis auf höchstem Niveau. Abseits belebter Wege führen sie tief hinein in eines der größten Laubmischwaldgebiete Deutschlands – durch stille Buchen‑ und Eichenwälder, über sanfte Höhenzüge und entlang klarer Waldbäche.

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