Die Ruine Schönrain

Geschichte

Malerisch gelegen erhebt sich die Ruine Schönrain oberhalb des Mains zwischen den Orten Hofstetten im Norden und Steinbach im Süden. Sie ist eingebettet in den Staatswald des Forstbetriebes Hammelburg und hat eine wechselvolle, auch forstliche, Geschichte hinter sich.

Schönrain am Main wurde bereits im Jahre 1080 als Kloster des Benediktinerordens gegründet. Das erste Mal teilweise zerstört und geplündert wurde dieses in den Deutschen Bauernkriegen 1525, aber im Anschluss durch die Grafen von Rieneck erworben und erneut aufgebaut – nun allerdings als Wohnsitz. Erst nach dem Tod der letzten Gräfin 1574 fiel Schönrain zurück an den Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn und wurde fortan als Sitz der örtlichen Forstverwalter und Jäger genutzt.

Mit der Säkularisation Frankens wurde das Bergschloss schließlich zur königlich-bayerischen Forstdienststelle – jedoch nicht für lange. Bereits 1818 wurde der Sitz der Dienststelle nach Massenbuch verlagert und der Dachstuhl des Schlosses zum Bau des dortigen Dienstgebäudes verwendet. Im Anschluss holten sich die Bürger der Nachbarorte das brauchbare Baumaterial aus Schönrain und das Schloss wurde endgültig zur Ruine.

Wissenswertes

Die Ruine Schönrain liegt mitten im Erholungswald der Intensitätsstufe I und ist gleichzeitig ein wichtiges Winterquartier der Mopsfledermaus im Spessart. Sie ist daher als FFH-Gebiet ausgewiesen. Von einem begehbaren Turm bietet sich ein weiter Ausblick über Neuendorf und das Maintal in Richtung Lohr.