Trekking im Spessart – Waldabenteuer im größten Laubmischwald Deutschlands
Der Spessart umfasst das größte zusammenhängende Gebiet aus Laubmischwäldern in Deutschland und liegt im nördlichen Bayern sowie im daran angrenzenden Hessen.
Die Bewirtschaftung des Waldes war und ist prägend für den Spessart. Die Nutzung der Wälder hat einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung der Kulturlandschaft im Spessart geleistet. Der Weg zum multifunktionalen Wald des 21. Jahrhunderts war lang, den heutzutage selbstverständlichen und sinnvollen Dreiklang von nachhaltiger Holznutzung, Naturschutz und Erholung gibt es in dieser Form erst seit einigen Jahrzehnten.
Das Holz, das die Wälder im Spessart hervorbringen, wurde zu allen Zeiten genutzt. Der landschaftliche Reichtum und die große Artenvielfalt, die wir heute im Spessart vorfinden, sind das Ergebnis dieser Bewirtschaftung. Die Forstbetriebe Heigenbrücken, Rothenbuch und Hammelburg kümmern sich um die Bewirtschaftung des Spessarts.
Foto: Willy Hedtstück
Übersichtskarte: Touren & Zeltplätze im Spessart
Der Spessart bietet eine große Vielfalt an bestens markierten Wander‑ und Trekkingtouren – von kurzen Genusswegen bis zu anspruchsvolleren Routen durch eines der größten Laubmischwaldgebiete Deutschlands. Weite Buchenwälder, ruhige Täler und geschichtsträchtige Pfade prägen das Erlebnis. Gut ausgebaute und beschilderte Wege sorgen für Orientierung und authentische Naturmomente – ideal für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Trekker.
Hier finden Sie eine Übersicht über alle Touren & Zeltplätze im Spessart.
Die Touren und Zeltplätze im Spessart.
Touren
Der Reiz des Trekkings besteht darin, mehrere Tage fern ab von jeglicher Zivilisation in der Natur unterwegs zu sein. Dabei übernachtet man nicht in festen Unterkünften, sondern meist in Zelten oder man biwakiert gleich unterm Sternenhimmel. Dadurch dass der Spessart eine der letzten wenigen zusammenhängenden Waldflächen ist, bietet er die besten Voraussetzungen für Naturliebhaber, um ein Stück Wildnis zu erleben. Daneben gibt es ein gut beschildertes Netz aus Wanderwegen, das die Orientierung erleichtert.
Trekking ist aber nichts für Jedermann - man sollte schon eine gewisse Wetterfestigkeit von Haus aus mitbringen und gerne draußen unterwegs sein. Wer sonst nur in Hotelbetten schläft, der sollte lieber seine Finger davon lassen. Doch wer das pure Naturerlebnis sucht und gerne seine Grenzen ausloten möchte, hat so die Chance, die Natur von ihrer ursprünglichsten Seite kennen zu lernen.
Der Spessart ist ein Paradies für Erholungssuchende und bietet durch seine sagenumwobenen Geschichten die Möglichkeit, ein Stück Vergangenheit nachzufühlen. Wie war es wohl, als Spessarträuber zwischen den Eichen und Buchen zu nächtigen? Wie muss es gewesen sein, als Erzwilderer Johann Hasenstab – der „Robin Hood des Spessarts“ – im Wald umherzustreifen? All das lässt sich nun nachempfinden mit den neu angelegten Trekking-Touren und Zeltplätzen im Spessart.
Trekking-Touren im Spessart im Überblick:
Unsere Wanderung startet an der Gaststätte Hochspessart in der Lichtenau. Der heutige Gasthof “Hochspessart”, war ursprünglich kurmainzisches Jagdschloss. Im 18. Jahrhundert wurde das heutige Gasthaus ein „Mainzisches Staatsgestüt“. Danach ging es in den Besitz der Gebrüder Rexroth über, die die „Lichte Aue“ zum Hammerwerk ausbauten. Dann kam die Lohrer Schnitzschule auf die Lichtenau, bis der Besitz schließlich 1896 auf die Gebrüder Eich überging.
Die Wanderung startet am Maria-Stern-Platz, an dem man gleich zu Beginn den "Bauerngarten" besichtigen kann. Weiter geht es am alten Pfarrhaus und der Schule vorbei zum Rathaus. Hier halten Sie sich rechts und laufen über die Schulstraße bis zur Kreuzung Setzbornstraße. Auch hier biegen Sie rechts ab und laufen die Setzbornstraße entlang. Nach ca. 500 m biegen Sie links und nach weiteren 50 m rechts ab. Nun sind Sie auf einem "gerollten" Feldweg der stetig ansteigt.
Der Rundwanderung startet am Mühlenweg. Vorbei an der Gemeindemühle, die 1742 erbaut wurde, führt der Weg auf einer Trasse entlang der Hafenlohr. Nach einigen hundert Meter erreichen Sie die Ruhlandsmühle (Privatbesitz). Infotafeln am Wegesrand geben Einblicke in die Arbeit der Müller und Interessantes zu den historischen Mühlen. An der Ruhlandsmühle passieren Sie über eine Holzbrücke die Hafenlohr.
Die Wanderung startet an der Jägerwiese, gleich neben der Nikolauskirche. Folgen Sie der Markierung "Spessartweg 1". Durch den Maria-Stern-Platz an Teichen und Bachläufen vorbei, führt der Weg über eine kleine Brücke zur Hauptstraße. Das Christuskreuz auf der anderen Straßenseite zeigt Ihnen den weiteren Wegverlauf. Nach der Straßenüberquerung gehen Sie links von der Ortstafel in die Haselgrundstraße.
Unsere Rundwanderung beginnen wir am Bahnhof in Schöllkrippen. Der Markierung Kulturweg folgen wir rechts in Richtung Ortsmitte, entlang der Straße. An der Fußgängerampel lässt sich die vielbefahrene Straße am besten überqueren. Der Weg führt uns in der verkehrsberuhigten Zone zur Lukaskapelle und der davorstehenden Jahrtausendlinde, die im Dezember 1999 gepflanzt wurde und in der Millenniumsnacht ihren offiziellen Namen erhielt.

Unsere Rundwanderung beginnen wir am Parkplatz Engländer. Der Markierung Roter Kreis folgend erreichen wir teilweise steil bergab den Wegweiser Geiersgrund. Der Rote Kreis führt nach Vormwald und zur Rodberghütte.
1972 wurde die Hütte von dem Verein Spessartbund 1885 Schöllkrippen e.V. erbaut. Die Waldabteilung Rodberg gab der Hütte ihren Namen.

Der Eselsweg ist eine der ältesten Handelsstraßen, die den Spessart durchqueren. Mit jedem Schritt wandelt man auf den Spuren keltischer Krieger, römischer Kaufleute und kaiserlicher Kuriere. Aber auch Bischöfe, Grafen, Ritter, arme Bauern und ehrbare Glasmacher nutzten diese Nord-Süd-Verbindung auf den Höhenrücken des Spessarts, die eben auch die schwer bepackten Esel nahmen, um das Salz aus den Salinen von Orb in den Süden zum Main zu transportieren.

Unsere Rundwanderung starten wir am Naturerlebnisbad Schöllkrippen. Der europäische Kulturrundweg startet und endet am Naturerlebnisbad. Wir wandern entland der Markierung Schöllkrippen. Die Route führt Sie hinauf auf den Reuschberg zur Wallanlage "Alte Burg". Von dort geht es hinab, am Steinbruch und an der Rodberghütte vorbei zum Hof Schabernack. Über den Höllenbach verläuft der Weg zurück zum Naturerlebnisbad.

Von Fuhrleuten, Glasmachern und einer Wallfahrtskirche erzählt der erste europäische Kulturweg im Spessart, der im Jahr 2000 angelegt wurde. Frammersbach ist ein alter Spessartort, der vor allem durch seine Fuhrleute, die seit dem 15. Jahrhundert in ganz Europa unterwegs waren, bekannt ist.

Unter dem Eisenbahnviadukt führt der Weg in den Ort Partenstein hinein. Wir gehen ein Stück entlang des Lohrbachs und erklimmen linkerhand den Burgberg. Von hier aus blicken wir auf die Reste der Burg Bardenstein. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1637 zerstört. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war die Burg bewohnt und diente als Gefängnis. Schneewittchen soll hier Zuflucht gefunden haben.

Unsere Rundwanderung starten wir am Marktplatz/Rathaus in Frammersbach entlang der Lohrtalstraße nach Norden. Nach rechts folgend, im Uhrzeigersinn, sind es ca.10 km bis zum Trekkingplatz „Jagdpfad“.

Unter dem Eisenbahnviadukt führt der Weg in den Ort Partenstein hinein. Wir gehen ein Stück entlang des Lohrbachs und erklimmen linkerhand den Burgberg. Von hier aus blicken wir auf die Reste der Burg Bardenstein. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1637 zerstört.

Der Markierung Kulturweg folgen wir rechts in Richtung Ortsmitte, entlang der Straße. An der Fußgängerampel lässt sich die vielbefahrene Straße am besten überqueren. Der Weg führt uns in der verkehrsberuhigten Zone zur Lukaskapelle und der davorstehenden Jahrtausendlinde, die im Dezember 1999 gepflanzt wurde und in der Millenniumsnacht ihren offiziellen Namen erhielt.

Zeltplätze
Bitte beachten Sie: Buchungen für die Region Spessart können ausschließlich über die Internetseite Trekking Spessart durchgeführt werden. Hier finden Sie auch alle weitere Informationen zum Thema Trekking im Spessart.
Der Zeltplatz liegt an einem mittelalten Eichenbestand am Hang. Der Platz befindet sich mitten im Wald – deshalb bitte bei brennendem Feuer nicht zu weit von der Feuerstelle entfernen. Suchen Sie sich eine Stelle aus, wo es eben ist. Und bitte kontrollieren Sie die Baumkronen auf abgebrochene, noch oben hängende Äste, bevor Sie das Zelt aufbauen!

Der Zeltplatz ist eine kleine Lichtung (ehemalige Wildwiese) direkt an einem selten befahrenen Forstweg. Die Lichtung ist umgeben von jungem Eichenwald, in dem eine Menge Dürrholz zum Feuermachen zu finden ist. Die Wiese ist groß genug, um das eigene Zelt individuell aufzustellen. Besonders abends ist es hier sehr idyllisch und einsam.
Achtung: Es gibt kein Wasser in der Nähe!

Auf dem Zeltplatz Lahnwiese können Sie Ihr Zelt oder ihren Biwaksack auf einer kleinen Waldlichtung unter Streuobstbäumen errichten. Umrahmt ist diese Übernachtungsmöglichkeit von Mischwäldern aus Eiche, Buche und Nadelhölzern. An lauen Sommerabenden lassen sich hervorragend Fledermäuse bei der Jagd beobachten. Der Zeltplatz liegt in der Nähe des bekannten Fernwanderwegs Eselsweg und kann in einem Tagesmarsch von den Bahnhöfen Heigenbrücken oder Schöllkrippen angelaufen werden. Auch auf diesem Platz sind eine eingefasste Feuerstelle, Sitzmöglichkeiten, ein Brennholzlager und ein „Herzlhäusl“ vorhanden.

Die Übernachtungsmöglichkeit liegt in der Nähe des Wanderwegs „Schneewittchenweg“ zwischen Frammerbach und Partenstein. Sie schlafen unter einem Kronendach eines alten Eichen-Buchenbestandes. Auch hier gilt: Lesen Sie die Übernachtungshinweise im Internet oder vor Ort auf dem Hinweisschild und genießen die Stunden in einem typischen, spessarter Laubholzwald.

Ausflugsziele im Spessart
Wandern, Erleben, Genießen. Der Spessart ist reich an schönen Ausflugszielen. Wir haben einige von ihnen für Sie zusammengestellt - aber bitte beachten Sie: Nicht alle hier aufgeführten Ausflugsziele sind fußläufig von den Zeltplätzen erreichbar.
Foto: Willy Hedtstück
Regeln
Willkommen bei Trekking Bayern. Wir freuen uns, dass Sie einen unserer Trekking-Plätze nutzen wollen. Wir bitten Sie, wenige, aber dafür umso wichtigere, Regeln zu beachten:
1. Die Natur respektieren
Sie befinden sich im Naturpark Spessart, einem der großen Waldgebiete Deutschlands. Bitte respektieren Sie die Natur und nehmen Rücksicht auf andere Menschen, Pflanzen und Tiere.
2. Die Trekking-Plätze richtig nutzen
Zelten ist nur auf den dafür ausgewiesenen Trekkingplätzen in der Zeit vom 1. April bis 31. Oktober erlaubt. „Wildes Campen“ ist im Naturpark Spessart verboten. Die Trekkingplätze dürfen mit max. fünf Zelten (für je 2-3 Personen) belegt und nur mit einer gültigen Buchungsbestätigung benutzt werden. Buchungsanfragen können Sie auf dieser Seite stellen.
Mit der Buchung erkennen die Benutzer die Benutzerordnung an. Buchungsbestätigungen sind den „Camp-Betreuern“ auf Verlangen vorzuzeigen. Die Benutzung eines Trekkingplatzes ist jeweils nur für eine Nacht erlaubt.
3. Vorsicht beim Feuer machen!
Feuer darf nur an den dafür vorgesehenen und behördlich genehmigten Feuerstellen gemacht werden. Wenn mehrere Gäste auf einem Zeltplatz übernachten, muss die Feuerstelle gegebenfalls gemeinsam mit anderen Trekkern und Trekkerinnen genutzt werden. Es ist nicht erlaubt, eine weitere Feuerstelle anzulegen.
Feuer darf nur unter Aufsicht brennen. Bei besonderer Waldbrandgefahr (Trockenheit) ist es nicht erlaubt, Feuer zu machen. Bitte beachten Sie dazu die Hinweise auf der Infotafel am Trekking-Platz, im Internet (rechte Marginalspalte, Startseite) oder in der Tagespresse.
Leseholz bis zu einem Durchmesser von 10 cm darf aus der Umgebung zum Feuermachen benutzt werden. Das Fällen von stehenden Bäumen ist nicht erlaubt!
Für den Notfall haben wir eine Feuerpatsche am Klohäuschen befestigt. Die Feuerwehr erreichst Du unter 112. (W-Fragen: Wer meldet? Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art von Verletzung? Wichtig: Auf Rückfragen warten!)
4. Lärm vermeiden
Bitte vermeiden Sie ruhestörenden Lärm. Er stört Tiere und andere Gäste. Die Benutzung von Musik- und Abspielgeräten ist nicht erlaubt.
5. Den Müll entsorgen
Bitte nehmen Sie Ihren Müll wieder mit. Mit Anerkennung dieser Benutzerordnung verpflichten Sie sich zudem, auch den Müll mitzunehmen, der bereits auf dem Platz liegt. Schwere Verunreinigungen melden Sie bitte an den zuständigen Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten (Rothenbuch).
Bitte lasse Sie keine Essensreste offen stehen, da dies wilde Tiere anlocken könnte. Falls Sie Wildschweinen begegnen, klatschen Sie am besten laut in die Hände - das schreckt die Tiere in der Regel ab.
6. Toiletten
Auf allen Trekking-Plätzen gibt es ein Toilettenhäuschen, die zur Benutzung zur Verfügung stehen. Werfen Sie keinen Müll oder sonstige Gegenstände in die Toilette, die nicht verrotten können. Trockenes Abdeckmaterial, z.B. Laub oder bei Bedarf Kalk mindert den Geruch und trägt zur Kompostierung bei.
7. Wasser
Bitte nehmen Sie Trinkwasser und Wasser zum Waschen mit. Achtung: Der Spessart ist geologisch bedingt sehr gewässerarm. An den Trekkingplätzen sind keine Wasserstellen vorhanden.
Wasser aus Quellen eignet sich meist nicht zum Trinken. Wenn Sie dieses Wasser trotzdem konsumieren wollen, dann kochen Sie es ab oder benutzen Wasserfiltertabletten.
Waschen Sie sich mindestens 50 m entfernt von Bächen oder Quellen.
8. Camp-Betreuung
Die Camp-Betreuer oder -Betreuerinnen sorgen dafür, dass die Trekking-Plätze in einem guten Zustand sind. Sie sind berechtigt, das Hausrecht auszuüben, d.h., sie können Gäste vom Platz verweisen, wenn dies im Interesse anderer Gäste oder der Natur erforderlich ist. Bei Verstößen behalten wir uns vor, entsprechende Bußgeldverfahren einzuleiten.
9. Waldtypische Gefahren
Die Benutzung der Trekking-Plätze erfolgt auf eigene Gefahr. Für mögliche Schäden infolge der Waldbeschaffenheit, insbesondere durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume wird keine Haftung übernommen.
10. Befahren von Waldwegen
Das Befahren von Waldwegen mit Motorrädern oder Personenkraftwagen ist nicht gestattet.
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